Schwacher Dollar treibt Goldpreis auf neue Rekordhöhe
Der Goldpreis hat heute seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Die Feinunze (31,1 Gramm) erreichte einen Höchstwert von 1111,20 US Dollar. Erst kürzlich verkaufte der Internationale Währungsfond für 6,7 Mrd. US Dollar, 200 Tonnen Gold an die indische Notenbank. Dieser Wert entsprach 8 % der jährlichen Goldminenproduktion, weltweit. Diese Nachricht sowie weitere Spekulationen dass Notenbanken zukünftig vermehrt Gold kaufen, lässt den Kurs in die Höhe treiben. Auch die Zentralbank von Sri Lanka vermeldete die Nachricht, Gold im Wert von 4 Mrd. Dollar gekauft zu haben. Waren die Notenbanken in der Vergangenheit primär Goldverkäufer, so werden sie gegenwärtig wieder vermehrt als Käufer auftreten. Es wird von führenden Bankhäusern prognostiziert, dass der Goldpreis in den nächsten 18 Monaten über 1500 Dollar steigt.
Experten gehen auch davon aus dass der schwache Dollar Grund für den enormen Kursanstieg ist.
Seit Anfang 2009 hat der Goldpreis um rund 26 % zugelegt. Viele Anleger, darunter auch private Kleinanleger investieren jetzt in Gold. Nach wie vor gilt Gold als krisensicheres Investment und so werden dieser Tage, Edelmetallhändler von kauffreudigen Kunden gestürmt.
Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass der Dollar im Vergleich zum Euro stark an Wert verloren hat. Für einen Euro muss man mittlerweile 1,50 Dollar bezahlen. Grund dafür ist der große Einfluss der Dollarschwäche auf den Goldpreis.
Bleibt abzuwarten wie sich der Goldpreis zukünftig weiterentwickelt. Interessant wird es über die Folgen zu diskutieren, wenn sich die Befürchtung bewahrheitet, dass die Zentralbanken den Goldmarkt leerkaufen.